Einen ganz besonderen Abend der Genüsse möchten wir Ihnen in Frühsammers Restaurant bieten. Sonja und Peter Frühsammer sorgen ja schon seit einiger Zeit zu Recht für ein Rauschen im Blätterwald. Sonjas feine Küche begeistert die Gourmets der Hauptstadt, während Peter Frühsammer es versteht, die Connaisseure mit edlen Tropfen zu verwöhnen. Sonja wurde jüngst, neben einigen bekannten Sterneköchen, für die Auszeichnung „Berliner Meisterköche 2010“ nominiert, Peter ist Anwärter auf den Titel „ Berliner Sommelier 2010“.
Wenn das nicht Anlass genug ist, in unseren WeinEvents Meisterhaftes dreier Disziplinen zu vereinen! In einer ganz und gar nicht alltäglichen Kombination stellen wir Ihnen die australischen Ausnahmeweine des Weingutes Kilikanoon vor.
Der Cellist
Nathan Waks Nathan Waks, Managing Director von Kilikanoon, hat eine geradezu außergewöhnliche Biographie vorzuweisen: Im Laufe seines Musikerlebens vor und hinter der Bühne des Sydney Symphonic Orchestra spielte er lange Jahre das erste Cello des Ensembles. Um das Jahr 2000 herum stieß er zu dem Team des Önologen Kevin Mitchell. Von dort an, begeistert vom enormen Potenzial und der Fülle alter Rebstöcke des Weingutes im Clare Valley, widmete er sich nun fast ganz seiner neuen großen Leidenschaft. Dass auch die Musik weiterhin durch seine Adern fließt, wird er uns zeigen. Zwischen den Gängen verwöhnt uns der Spitzenmusiker mit Suiten für das Violoncello von Johann Sebastian Bach.
Über Bachs sechs Suiten für Cello weiß man kaum etwas. Bach hat sie in einer unbeschwerten Zeit seines Lebens komponiert, als Kapellmeister am Köthener Hof. Aber während man von den ebenfalls in Köthen entstandenen sechs Partiten und Sonaten für Sologeige wenigstens das Entstehungsjahr 1720 kennt, steht hinter den Cello-Werken nur immer „um 1720“. Ein Autograph fehlt. Von den vier existierenden Abschriften aus dem 18. Jahrhundert stammt die meistbenutzte von der Hand Anna-Magdalenas, der zweiten Frau Bachs. Weil sie kein Streichinstrument spielte, hat man lange behauptet, die Vortragsanweisungen in ihrer Abschrift seien unzuverlässig.
Der große Reiz der Cello-Suiten liegt in ihrer Kargheit. Mit minimalen Mitteln - vier Saiten, vier Fingern – hat Bach ein Meisterwerk geschaffen, komplett mit Harmonie und Kontrapunkt bis hin zu mehrstimmigen Fugen. Allerdings, der Hörer muss mitarbeiten; viele Synkopen und Dissonanzen sind zwar mitkomponiert, aber unhörbar, die Imagination muss sie ergänzen. Das macht die Suiten schwer zu hören – und zugleich extrem anregend.
Ulrich Traeger
Die Weine und das Menü:
Chardonnay & Spätburgunder Sekt, Peth-Wetz
Fingerfood
2009 Chardonnay Bullant, Langhorne Creek, Lake Breeze
Thunfisch, Melone, Wildkräuter
2005 Prodigal Grenache Kilikanoon
Filet vom Hech, Buchenpilze
2006 Shiraz Covenant Kilikanoon
American Beef Short-Rip, Karotten, Sternanis
2006 Shiraz Oracle Kilikanoon
Reh, schwarze Nüsse, Sellerie
2006 Riesling Beerenauslese "Haus Klosterberg", Markus Molitor
Pfirsich, Lavendeleis
€ 125,50 pro Person inkl. begleitender Weine, Wasser und Kaffee